13.09.10 (Energiereicher Sonnenuntergangs-Spaziergang)
Heute war ich etwas später dran als sonst, startete zu einer gemütlichen Runde in die Dämmerung. Anfangs war es noch hell, bald ging die Sonne aber unter. In der Dämmerung sah ich einige Male Rehe, zuerst 3 Stk am Waldrand, später eines aus dem Maisfeld kommend, danach einen prächtigen Bock, eine tolle Silhouette.
Bald begannen auch die Waldkauze zu rufen, vorallem die Weibchen. Herrlich, ich höre sie so gern.
Kurz vor dem Parkplatz zeigte mir Nupri einen kräftigen, massigen Igel an und während ich ihn begutachtete, rief abermals ein Kauz, ein Blick nach oben---da flog er lautlos über uns hinweg. Im Hintergrund die Sichel des zunehmenden Mondes. Herrlich, einfach herrlich!

Auf einem Abendspaziergang (gegen 19 Uhr) mit den Hunden lief ich auf einem relativ viel begangenen Waldweg. Nun war aber ausser uns niemand unterwegs. Plötzlich fiel mir ein Singvogel auf, sehr penetrant machte er einen Ton, der klang wie ein energisches "Zrrrrrrrrrrr, zrrrrrrrrrrrrrrr". Ich konnte nicht einorden, um was es sich handelt, klar war, das war ein Schimpflaut.
Ich blieb also stehen, guckte in den nächsten Baum, weil ich dort diesen Vogel vermutete---und guckte direkt in 2 dunkle, runde Augen, die mich entsetzt anschauten. Sie gehörten zu einem (diesjährigen) Waldkauz, der genau über mir auf einem Ast sass und dem es nun sehr unbehaglich wurde. Ehe ich auch die Kamera auspacken konnte, rutschte er nervös auf dem Ast hin und her und flog dann lautlos davon....
Hätte dieser Singvogel nicht reklamiert, ich wäre genau unter dem Kauz durchgelaufen, ohne ihn zu sehen. :-)
Endlich wieder einmal ins Emmental. Wieder mal weg von allem, auch weg von den Vögeln, mal nicht erreichbar sein, einfach abschalten und tanken. Das muss auch mal sein!
Das Wetter war beide Tage sehr gut. Am Samstag eher schwül und etwas wolkig, am Sonntag dann herrlicher Sonnenschein und blauer Himmeln. Ein richtiger Hochsommertag. 
2 Touren haben wir gemacht. Am Samstag aus der Eriz Region dem Fusse des Hohgants nach ins Kemmeribodenbad, diese Tour verlief viel über Alpweiden und ziemlich matschige (nach dem Regen der letzten Tage) Kuhpfade. Bei einer Pause flog ein Vogel über uns hinweg, er war nicht klar zu erkennen. Könnte ein Bussard gewesen sein. Vielleicht aber auch ein Habicht? Oder gar ein Adler? Das Licht war zu schlecht und es ging alles viel zu schnell...
Im Wald hatte es eno
rm viele Pilze. Aller Gattung, vorallem aber Fliegenpilze waren sehr viele zu sehen.
Am Sonntag dann eine absolute
Super-Tour. Über den Honegg, alles dem Grat entlang bis (fast) ins Schangnau zurück! Der Anstieg auf den Grat ist nicht ohne--aber wunderschön! Fast oben, flog ein Vogel vom Tal unten los und schraubte sich in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit in die Höhe. Ich schaffte es kaum, ein Foto zu machen, im blauen Himmel war er nicht zu erkennen und alles ging viel zu schnell. Vermutlich war es ein Habicht.
Oben angekommen, ein super Weg! Tolle Aussicht. Rechter Hand die ganzen Schneeberge, im Vordergrund der Hohgant und die Sieben Hengste, linker Hand das Tal Richtung Thun, der Schallenberg.
Im Wald flog ein Sperber über die Tannen, auf einer Wiese beobachtete ich ebenfalls einen Sperber, er zwischen den jungen Tannen hindurch, war wohl auf der Jagd. Ja, ein "sperberreicher" Tag. :-)
Es war ein tolles Wochenende, auch die Hunde konnten sich wieder mal richtig austoben. Danke an Denise und Paul für alles, Dir Paul vorallem fürs Chauffieren! :-)
Heute war
wieder mal Elsass angesagt. Elsass mit "meinem" Rudel, dies besteht aus meinen beiden Border Collies, Kylja und Nupri, dazu dem schwarzen Schäfermischling Flin und dem kleinen, roten Fuchs namens Katla, einem Cattle-Dog. Die 4 sind ein tolles Rudel und es macht wirklich Spass mit ihnen unterwegs zu sein.
Wieder einmal spazierten wir also dem Waldrand entlang, als plötzlich vor uns etwas rötliches stand. Kurzer Kontrollblick "nein, Katla ist es nicht", die ist auch vor mir, aber nur 6 meter vor mir. Also muss es ein Reh sein. Ein kurzes Zischen meinerseits, ein leichtes "Gsssssscht" und alle Hunde verharrten augenblicklich auf der Stelle und guckten mich erw
artungsvoll an. Ich schlich mich näher, deutet Katla sitzen zu bleiben und konnte tolle Bilder machen...
Plötzlich tauchte ein zweites Reh auf. Aha, ein Bock (im Vordergrund, man erkennt das kleine Geweih, welches spriesst, es befindet sich noch im Bast), hinten die Geiss... Sie guckten mich an, frassen weiter. Die Hunde guckten interessiert, keiner machte eine Bewegung. Irgendwann trabten die Rehe dann über die Wiese davon zum Wald. Was für eine tolle Begegnung.
Auf dem 4 stündigen Spaziergang traf ich noch auf weitere Rehe. Leider waren die aber nicht so fotogen und bevorzugten eine grössere Distanz zu meinem Rudel.
Heute war das langersehnte Jubiläum der Storchenstation. Früh morgens ging es los, der kleine Grünfink kam natürlich mit. Sein Körbchen stellte ich hinter den Verkaufsstand, da sass er also ganz gelassen auf dem Körbchen-Henkel und beobachtete die Leute. Als die Störche das erste Mal klapperten, wurde er gaaaaaaanz lang und legte die Federn an. "Hilfe, was ist das für ein Geräusch?!" Er hat sich dann aber schnell beruhigt.
Den ganzen Tag über kamen viele Leute und alle waren total begeistert und entzückt über den kleinen. Viele Kinder wollten ihn streicheln oder auf die Hand nehmen. Der kleine macht alles prima mit. Als er dann doch etwas zuviel hatte, stellte ich ihn wieder etwas zur Seite und bat die Leute, ihn in Ruhe zu lassen. Klappte auch ganz gut. Kylja, meine Hündin, tat ihr übriges: ich hatte sie mitten in den Weg gelegt und so trauten sich die Leute doch nicht ans Vögelchen, hätten sie doch sonst über den Hund steigen müssen.... :-)
Es war ein gelungener Tag und auch eine gute Entscheidung den kleinen mitzunehmen. So hatte ich doch gleich das "lebende Objekt" für meine Station und meine gemeinnützige Arbeit dabei! Danke kleiner Grünfink, Du hast das toll gemeistert!
Wir haben mit dem Umbau der Volieren begonnen. Schon 2x ist mir nun ein Bussard aufgefallen, der sich ganz in der Nähe herumtreibt, ganz nahe auf einem Baum oder im Wäldchen nebenan sitzt. Ob es der ist, welchen ich schon einige Tage dort drin gepflegt hatte? Das war aber ein erwachsenes Tier, dieser jetzt, so scheint es mir, ist eher ein Jungtier, da er keine Mauserlücken im Gefieder hat... Spannend, spannend!
An diesem prächtigen Sonntag war wieder einmal eine Wanderung im nahem Elsass angesagt. Auf einem Waldweg stolperte mir fast eine Maus über den Schürsenkel, gerade noch konnte ich die Hunde bremsen, so einen kleinen Snack hätten sie natürlich gerne gehabt. :-) Irgendwas stimmte mit der Maus nicht. Sie rannte total unkoordioniert durch die Gegend, machte keine Anstalten, sich zu verstecken. Bei genauerem Hinsehen erkannte ich dann auch, dass sie Verletzungen am Kopf hatte. Entweder also krank oder aber schon "Fast-Futter" eines hungrigen irgendwas geworden und nun noch unter Schock... Wir liessen sie dann in Frieden.

Wenig später, ein wunderschöner Waldrand, etwa 15 meter gemähte Wiese, danach ein Maisfeld. Eine Pause war angesagt. Nach einiger Zeit raschelte es plötzlich im Maisfeld und herausspaziert - in einer Seelenruhe - kam ein prächtiger Rehbock. Er sah uns nicht, keine 10 Meter war er entfernt. Spazierte gemütlich über die Wiese, während ich mich nach dem Fotoapparat streckte. Einschalten, es gab ein kleines "Piep", das hatte er gehört. Stellte irritiert die Ohren, trabte dann gen Waldrand und verschwand im Unterholz. Ein magischer Moment.